Gewürzdrogen

Mit dem Buch "Gewürzdrogen" ist ein Nachschlagewerk erschienen, das dem Praktiker umfassende Auskunft über Droge, Wirkung und Anwendung gibt. Auf 468 Seiten beschreibt der Autor 300 Pflanzen und die daraus gewonnenen Gewürze aus naturwissenschaftlicher Sicht. 84 Drogen stellt er ausführlich vor und nimmt unter anderem deren Anbau, Gewinnung, Inhaltsstoffe, sensorische Eigenschaften, pharmakologische Wirkung und mögliche Toxizität in der Medizin und der Küche ins Visier.
Die einzelnen Monographien zeigen jedes Mal die Pflanze in ihrem Vitalzustand und die zu verarbeitenden Teile (Wurzel, Blatt, Blüte usw.). Auf in der Regel 5 Seiten werden Taxon, Beschreibung, Heimat, Hauptanbaugebiete, Hauptlieferländer und die Kultivierung dargestellt. Unter der Überschrift „Gewürzdrogen“ folgen Handelsform, Gewinnung, Anwendungsformen, Aufbewahrung und differenzierte Drogenbeschreibung. Für den Phytotherapeuten besonders interessant sind die nächsten zwei Rubriken. Zunächst die „Inhaltsstoffe und Analytik“. Neben der Prüfung auf Identität und der Gehaltsbestimmung sind die biogenen Arzneistoffe in einer derartigen Differenziertheit dargestellt, wie ich sie sonst aus keinem anderen Nachschlagewerk kenne. Unter „Wirkung und Toxikologie“ sind auch die neusten Erkenntnisse über Gewürzdrogen veröffentlicht worden. Weiterhin beschäftigt sich jede Monographie mit der Verwendung, Kombinationsmöglichkeit und der Anwendung als Arzneidroge. Die letzte Rubrik stellt ähnliche oder verwandte Pflanzen dar.
Besonders positiv empfinde ich, dass auch Beiträge von Ulrike Bauermann und Monika Werner verarbeitet worden sind.
Aus meiner Sicht ist das Werk „Gewürzdrogen“ von Eberhard Teuscher eine willkommene Bereicherung zur Information für das Rezeptieren in der täglichen Naturheilkundepraxis.
Peter Germann